FPK-Krise: Dobernig verzichtet doch

Politik / 25.03.2013 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Harald Dobernig wurde zum Ausgang gebeten. Foto: AP
Harald Dobernig wurde zum Ausgang gebeten. Foto: AP

Finanzlandesrat Harald Dobernig verzichtet nun doch auf das Landtagsmandat.

Klagenfurt. (VN) Der scheidende FPK-Finanzlandesrat Harald Dobernig verzichtet nun doch auf sein Landtagsmandat. Das gab er in einer Aussendung bekannt. Er hatte ebenso wie Gerhard Dörfler und Hannes Anton bisher das vom geschäftsführenden Parteichef Christian Ragger geforderte Unterfertigen der Verzichtserklärung verweigert. Eine Aufnahme in den freiheitlichen Klub wiederum wollte Ragger den dreien nicht zubilligen. Damit hätte die FPK im Landtag keinen Klub bilden können und viel Geld und Einfluss verloren. Drei Wochen lang hatten die Freiheitlichen innerparteilich heftige Kämpfe ausgetragen, vergangene Woche hatte Ragger die Verhandlungen mit den drei „Dissidenten“ für gescheitert erklärt. Hinter den Kulissen waren die Gespräche aber weitergegangen, am Freitag hatte sich Dobernig in Wien mit FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und Generalsekretär Herbert Kickl getroffen. Er habe am Montag Strache und Ragger über seine Entscheidung informiert.

Neuorientierung

„Für alles im Leben gibt es den richtigen Zeitpunkt“, sagte Dobernig. Dieser sei in Sachen beruflicher Neuorientierung mit der Zäsur bei der letzten Landtagswahl gekommen. Leicht sei ihm der Schritt nicht gefallen.

In den Medien kolportierte Gerüchte, wonach die FPÖ ihm eine „Abfindung“ angeboten habe, um auf sein Mandat zu verzichten – die Rede war von 200.000 Euro – wies er über seinen Sprecher zurück. Wer für ihn in den Landtag geht, war vorerst noch offen, als aussichtsreicher Kandidat gilt FPÖ-Obmann Christian Leyroutz.

Unterdessen steht die Drei-Parteien-Koalition in Kärnten nun vor dem endgültigen Abschluss. Gestern Nachmittag trat der SPÖ-Vorstand zu einer Sitzung zusammen, in der die Vereinbarung abgesegnet werden sollte.