Das Amtsverständnis des Herrn Klug

Politik / 26.03.2013 • 23:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Verteidigungsminister Gerald Klug.
Verteidigungsminister Gerald Klug.

Der Verteidigungsminister steht zum Einsatz im Golan. Zivildienst war für ihn nie Thema.

Innsbruck. Vor zwei Wochen hat Klug das Erbe von Norbert Darabos angetreten. Der TT stand er Rede und Antwort.

Mit vielen positiven Rückmeldungen sind Sie fast so etwas wie die Antithese zu Ihrem Vorgänger Norbert Darabos. Was machen Sie besser?

Klug: Ich freue mich über das positive Feedback. Ich habe versucht zu signalisieren, dass ich mit meinen Mitarbeitern einen regelmäßigen Kontakt haben möchte.

Ihre erste Aufgabe ist die Reform des Grundwehrdiensts. Was ist bis Herbst möglich?

Klug: Ich weiß, dass meine Amtszeit an dieser Reform gemessen werden wird. Für die 7000 jungen Männer, die im Herbst zu uns kommen, sollten erste Maßnahmen bereits greifen. Viel erwarte ich mir dabei von einer Befragung, zu der ich alle 11.000 Grundwehrdiener eingeladen habe, die derzeit bei uns sind.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat sich eine Verordnung für einen besseren Umgang mit Rekruten gewünscht. Kommt diese Verordnung?

Klug: Wir haben mit der Allgemeinen Dienstvorschrift schon Regeln, die keinen Interpretationsspielraum offenlassen. Ich bin gegen eine Regelungswut. Ich will das Thema aber nicht verniedlichen. Umso mehr freue ich mich, dass laut dem jüngsten Bericht der parlamentarischen Bundesheerkommission die Beschwerden von Rekruten zurückgegangen sind.

Was war für Sie die Motivation, zum Heer zu gehen und nicht zum Zivildienst?

Klug: Für mich hat sich die Frage Zivildienst als ernsthafte Option nie gestellt.

Das Bundesheer ist bei seinem Einsatz am Golan mit Sicherheitsproblemen konfrontiert. Ist der Einsatz noch zumutbar?

Klug: Die Sicherheit unserer Soldaten steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Ich lasse mich stündlich über die Lage informieren. Die Situation ist angespannt, aber beherrschbar. Wir sind am Golan stärkster Truppensteller. Mich freut es, dass wir den Posten des stellvertretenden Force Commanders angeboten bekommen haben. So haben wir maßgeblichen Einfluss.

Sie sind jetzt auch für die Eurofighter verantwortlich. Halten Sie den Deal für sauber ?

Klug: Wir haben dafür im Ministerium eine Taskforce, die in engem Kontakt zur Staatsanwaltschaft steht. Es gibt aber im Moment keine Beweise für Korruption.