Türkei wehrt sich gegen Vorwürfe

Politik / 28.03.2013 • 23:02 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Istanbul. Das türkische Außenministerium in Istanbul hat gestern Vorwürfe zurückgewiesen, wonach rund 600 Syrer aus einem türkischen Flüchtlingslager abgeschoben worden seien. Allerdings, betont das Ministerium, seien 50 bis 60 Personen „freiwillig“ nach Syrien zurückgekehrt, sagte ein Sprecher des türkischen Ministeriums. Ein Camp-Mitarbeiter hatte zuvor erklärt, jene Flüchtlinge, die am Vortag an gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei beteiligt waren, seien abgeschoben worden. Sie hatten am Mittwoch gegen ihre Lebensbedingungen im Flüchtlingslager protestiert. Zahlreiche Personen waren bei den Protesten verletzt worden.

„Zwischen 600 und 700 Menschen wurden abgeschoben. Die Sicherheitskräfte sichten gegenwärtig noch das Material. Wenn sie weitere Beteiligte ausforschen, werden sie auch diese abschieben“, sagte der Mitarbeiter.