Belo Monte: Indios besetzen die Baustelle

Politik / 28.05.2013 • 22:55 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Baustellenbesetzer: Erwin Kräutler, Bischof der Amazonas-Diözese Xingu, prangerte mehrfach an, dass die Rechte der Bevölkerung verletzt werden. Foto: Reuters
Baustellenbesetzer: Erwin Kräutler, Bischof der Amazonas-Diözese Xingu, prangerte mehrfach an, dass die Rechte der Bevölkerung verletzt werden. Foto: Reuters

Rio de Janeiro. Aus Protest gegen das geplante Mega-Wasserkraftwerk Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet haben Indio-Gruppen die Baustelle besetzt. Sie forderten gestern in einem offenen Brief einen Dialog mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff. Der für den Bau und Betrieb des Werks verantwortliche Konzern Norte Energía teilte mit, alle rechtlichen Schritte zu nutzen, um das Gelände wiederzuerlangen und die Arbeiten fortzusetzen.

Der aus Vorarlberg stammende Bischof der Amazonas-Diözese Xingu, Erwin Kräutler, warf der brasilianischen Regierung im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bauprojekt bereits mehrfach Verfassungsbruch und Rechtsverletzungen vor.