Energieautonomie gehört gefördert . . .

Politik / 09.08.2013 • 21:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

. . . und die Preistreiberei durch Spekulation mit Grundstücken und Immobilien gehört gestoppt. Das geliebte Eigenheim ist in Vorarlberg für Otto Normalverbraucher längst unerschwinglich geworden. Wer „den Boden“ nicht erbt und kein Einkommen weit über Durchschnitt vorweisen kann, der hat Pech gehabt. „Ein Haus zu bauen liegt in der Natur des Menschen, Miete zahlen nicht“, lautet der Lockspruch einer Bank, die Kredite an den Häuslebauer bringen möchte. Suchen Sie gerade ein nettes Baugrundstück? Und mussten Sie auch schon feststellen, dass es in Vorarlberg kaum welche gibt, und wenn, dann nur zu schwindelerregenden Preisen? Kein Wunder, werden doch Grundstücke, Eigentumswohnungen, ganze Wohnanlagen in bester Lage von Anlegern gehortet, vors Geld „varreckt“. Man kann sich zudem den Luxus leisten, nur „gute ­Mieter“ rauszupicken. Sonst lieber leer stehen lassen. So viel zum Gemeinwohlbeitrag.

Ein Eigenheim sollte doch möglich sein, ohne sich hoffnungslos verschulden zu müssen, ohne erben zu müssen, und ohne dem Geldadel anzugehören. Wäre es auch. Wenn die Politik dieses Horten von Immobilien auf ein gesellschaftlich erträgliches Maß eindämmt, wenn sie den Vorschriften-Dschungel und die bürokratischen Hürden und Kosten für den Häusle- und Wohnungsbauer auf Sinnhaftigkeit durchforstet und auf ein Minimum reduziert. Hirnrissig ist es auch, etwaige Teuerungen dem zukunftsorientierten Umweltgedanken in die Schuhe schieben zu wollen. Wir haben reichlich Sonne, Holz, Wasser, modernste Technologien, Erdwärme, Solar- und Photovoltaikanlagen. Wir haben hervorragende Fachleute, Handwerker und Firmen, die uns diese Energiezukunft installieren können. Daher brauchen wir eine faire, einfache, aber wirklich „g’hörige“ Förderung der Energieautonomie durch saubere, sichere „Erneuerbare“ und Effizienzmaßnahmen. Liebend gerne investieren die Vorarlberger ihr hart verdientes Geld ins Eigenheim, in eine realwirtschaftlich faire und saubere Zukunft.

05572/501-337, verena.daum-kuzmanovic@vorarlbergernachrichten.at