Bo Xilai sieht sich als Opfer einer Liebesaffäre

Politik / 26.08.2013 • 21:40 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Finale in chinesischem Politkrimi: Anklage fordert harte Strafe.

Peking. Für den letzten Prozesstag hatte sich der einst mächtige chinesische Politfunktionär Bo Xilai eine Attacke gegen die beiden Kronzeugen aufgespart: Seine Frau Gu Kailai und sein ehemals enger Vertrauter Wang Lijun seien in einer Beziehung gewesen. Deswegen wolle der einstige Polizeichef Wang ihm eins auswischen, erklärte Xilai gestern. Ihm wird Korruption und Unterschlagung von umgerechnet rund 3,3 Millionen Euro sowie Machtmissbrauch vorgeworfen. Der Prozess endete gestern mit der Forderung der Anklage nach einer harten Strafe. „Der Beschuldigte hat sehr schwere Verbrechen begangen und will seine Verantwortung nicht eingestehen“, so ein Staatsanwalt. Das Gericht kündigte ein Urteil zu einem „anderen Zeitpunkt“ an. Staatsmedien erwarten eine Entscheidung für Anfang September.