„Dobermann“ macht Pause

Politik / 04.10.2013 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vorerst parteilos: Ewald Stadler. Vorstellbar ist für ihn nur eine FPÖ ohne Heinz-Christian Strache. Foto: APA

Vorerst parteilos: Ewald Stadler. Vorstellbar ist für ihn nur eine FPÖ ohne Heinz-Christian Strache. Foto: APA

Ewald Stadler wurde aus dem BZÖ rausgeschmissen. Jetzt hat er genug von der Politik.

Wien. (VN-joh) „Eine gewisse Pause tut nach 30 Jahren ununterbrochener politischer Tätigkeit gut“, sagt Ewald Stadler und verneint die Frage, ob ihm die Sache weh tue: Am Donnerstag hatte der designierte BZÖ-Chef Gerald Grosz den Parteiausschluss des gebürtigen Vorarlbergers bekannt gegeben – „wegen parteischädigenden Verhaltens.“ Stadler hatte Spitzenkandidat Josef Bucher nach der Wahlniederlage vom Sonntag kritisiert. Als wilder Abgeordneter sitzt der 52-Jährige nun im EU-Parlament – bis zum Ende der Amtsperiode im Mai. Dann will er sich ganz der Anwalterei und seiner mit ihm in Niederösterreich lebenden Familie widmen. „Mein Bedarf an politischer Betätigung ist vorerst gedeckt“, sagt er: 1985 war er FPÖ-Gemeinderat in Mäder geworden, 1991 zog er in den Landtag, 1994 in den Nationalrat ein, wo er unter Jörg Haider Klubobmann war. Seine wortgewaltigen Reden trugen ihm damals den Beinamen „Dobermann“ ein.

Die Gründung des BZÖ 2005 kommentierte er noch hämisch und sprach vom „Bienenzüchterverein Österreichs“. 2008 schloss er sich dann aber doch diesem Bündnis an, für das er 2009 ins EU-Parlament kam.

Jetzt ist er parteilos. Und will es auf absehbare Zeit bleiben: „Mit der Mickey-Mouse-Partei (BZÖ), dem politischen Narrensaum (Team Stronach) und dem Brüllertum Straches kann ich nichts anfangen.“ Denkbar sei nur eine FPÖ ohne Heinz-Christian Strache. Doch eine solche ist nicht in Sicht.

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