USA fassen Top-Terroristen

Politik / 06.10.2013 • 21:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

USA feiern Erfolg: Doppelschlag im Kampf gegen den Terrorismus.

Washington. Zwei Wochen nach der Geiselnahme von Nairobi haben die USA am Wochenende einen Doppelschlag gegen Islamisten in Afrika geführt. Dabei haben Spezialkräfte in Libyen ein ranghohes Al-Kaida-Mitglied gefasst, das 1998 an den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania beteiligt gewesen sein soll. Auch waren US-Soldaten an einem Einsatz gegen die Al-Schabaab-Miliz in Somalia beteiligt.

Der in den USA angeklagte al-Libi ging den Spezial­einheiten in der libyschen Hauptstadt Tripolis ins Netz. Bei dem Anschlag, den er mutmaßlich verübte, wurden 1998 mehr als 200 Menschen getötet. Der Terrorverdächtige werde vom US-Militär an einem geheimen Ort außerhalb Libyens gefangen gehalten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die US-Regierung hatte eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zu seiner Ergreifung führen.

USA zeigen Entschlossenheit

Al-Libi wurde auf dem Heimweg vom Morgengebet vor seinem Haus gefangen genommen. „Mehrere Autos rasten von seinem Haus weg“, schilderte ein Augenzeuge die Szene. „Sie entführten ihn. Wir wissen nicht, wer sie waren.“ US-Außenminister Kerry sagte am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels in Indonesien, die Festnahme al-Libis zeige die Entschlossenheit der USA, die Verantwortlichen für Anschläge festzunehmen. „Sie können flüchten, aber sie entkommen uns nicht.“ Ein Extremist nach dem anderen werde vor Gericht gestellt.

Eine Festnahme in Somalia scheiterte hingegen. Ein Überraschungsangriff der US-Eliteeinheit Navy Seals hatte einen hochrangigen Führer der radikal-islamischen Al-Schabaab zum Ziel, sagte ein Regierungsvertreter. Dieser sei aber weder gefasst noch getötet worden sei. Nachdem die Soldaten einige radikal-islamische Kämpfer getötet hätten, seien sie abgezogen, um Opfer unter Zivilisten zu vermeiden.

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