Boot gekentert: Wieder Tote vor Lampedusa

Politik / 11.10.2013 • 21:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Italienische Medien sprechen von rund
50 Todesopfern.

Lampedusa. Acht Tage nach dem Flüchtlingsdrama vor Lampedusa ist ein Boot mit 200 Migranten vor der italienischen Insel gekentert. Der maltesische Ministerpräsident Joseph Muscat sprach am Freitagabend von 27 Toten. Unbestätigten Medienberichten zufolge sind bei dem Schiffsunglück sogar 50 Menschen ums Leben gekommen. Darunter befänden sich auch zehn Kinder, berichteten die Nachrichtenagentur ANSA und italienische Zeitungen. Rund 150 Menschen wurden nach diesen Medienberichten gerettet.

Die Havarie ereignete sich 105 Kilometer südöstlich von Lampedusa in Gewässern, für die Malta die Verantwortung für Rettungseinsätze trägt. Das Flüchtlingsboot kenterte, nachdem die Migranten ein maltesisches Flugzeug gesichtet hatten. Die Flüchtlinge hatten mit Schreien versucht, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das Boot geriet dabei ins Schwanken, was Panik unter den Insassen auslöste.

Der italienische Premier Enrico Letta zeigte sich über die neue Flüchtlingstragödie bestürzt. Diese bestätige, dass Europa dringend Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Flüchtlingsströme über das Mittelmeer ergreifen müsse.

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