Tauziehen im Vatikan um Limburger Bischof

Politik / 14.10.2013 • 21:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bau-Skandal: Papst muss über Tebartz-van Elst entscheiden.

Rom. Die Lage des umstrittenen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst aus dem mitteldeutschen Limburg wird immer schwieriger. Eine Entscheidung von Papst Franziskus über die Zukunft des hessischen Oberhirten lässt noch auf sich warten. Sowohl Tebartz-van Elst als auch der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, befinden sich derzeit in Rom, wurden gestern aber noch nicht zur Papstaudienz gebeten.

Tebartz-van Elst wird Verschwendung beim Bau der neuen Bischofsresidenz in Limburg vorgeworfen. Zudem hat die Hamburger Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl wegen falscher Aussage beantragt. Eigentlich war der Riesenwirbel um den Limburger Bischof beim Rom-Besuch nicht als Thema vorgesehen. Doch Zollitsch musste mehreren Seiten zügiges Handeln versprechen.

Mehrere Möglichkeiten

Gestern gab sich der Vatikan nach außen aber eher gelassen. Hinter den Kulissen hatte das Tauziehen um Tebartz-van Elst jedoch längst begonnen. Der Papst könnte ihn versetzen – das wäre die diplomatische Lösung. Oder er wird ihn drängen, auf sein Amt zu verzichten. Ein Rücktritt des Bischofs ohne Zustimmung des Papstes ist formell ausgeschlossen. Ihn abzusetzen ist möglich, aber es erregt meist noch mehr Aufsehen.

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