Martin ortet Verschwendung

Politik / 20.10.2013 • 21:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Vorarlberger EU-Aufdecker H.P. Martin übt Kritik an teuren Workshops.

Bregenz. „Die Agentur für
die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) mit Sitz in Ljubljana veranstaltet seit Jahren Workshops – also ausgedehnte Arbeitssitzungen zu einem Thema. Dabei nehmen gerade ein bis drei Personen teil – doch so soll es weitergehen, gesponsert vom EU-Steuerzahler“, ärgert sich H. P. Martin in einer Aussendung. Allein für das Jahr 2014 sehe die Agentur in ihrem Arbeitsprogramm einen Budgetposten von 12.000 Euro für Empfänge und Events vor sowie ein Vertragsvolumen von 60.000 Euro für das Catering von Events. Somit sollen insgesamt 78.000 Euro für Empfänge, Events und Catering ausgegeben werden.

Maximal fünf Teilnehmer

Im selben Arbeitsprogramm werden für 2014 allerdings nur zwei vorgesehene Events explizit genannt: die Jahreskonferenz, zu der die Agentur mindestens 150 Teilnehmer erwartet, sowie ein Workshop zum Arbeitsprogramm der Agentur. „Dieser wird von der Agentur schon als Erfolg gewertet, wenn ganze fünf Teilnehmer erscheinen“, so Martin in der Aussendung weiter. Das klingt schon nach wenig, doch in den Jahren 2012 und 2013 nahmen nur eine beziehungsweise drei Personen an dem Workshop teil.

Damit noch nicht genug: Die EU-Agentur plant laut Informationen des EU-Abgeordneten zudem im Jahr 2014 ihr Personal von 49 auf 98 Beschäftigte zu verdoppeln, wodurch die Personalkosten von 5,9 auf 10,1 Millionen Euro ansteigen (Seite 27). Auch für die Miete von Immobilien sollen über 300.000 Euro mehr ausgegeben werden als im Vorjahr.

Martin hat mehrere parlamentarische Anfragen gestellt, um „diesen Verschwendungs-Missstand aufzuklären“. „Denn wie so oft finden sich die Details dieser Verschwendung bestenfalls im Kleingedruckten“, so Martin weiter.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.