„Gleichberechtigt am Leben teilhaben“

Politik / 23.10.2013 • 21:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Präsidenten des Seniorenrats: Andreas Khol (VP), Karl Blecha (SP).
Präsidenten des Seniorenrats: Andreas Khol (VP), Karl Blecha (SP).

Wien. Die Pensionisten wollen „vollständig und gleichberechtigt“ am gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben in Österreich teilhaben. In einem Leitantrag, der gestern im Rahmen der Vollversammlung des überparteilichen Österreichischen Seniorenrats beschlossen wurde, stellten sie Forderungen an die künftige Bundesregierung. Steuererleichterungen, die bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten bei den Pensionen und eine Wohnbauoffensive wollen sie unter anderem umgesetzt wissen.

Beim Thema Pensionen bestehen die Senioren auf „weiteren Maßnahmen zur Armutsbekämpfung im Bereich der kleinen Pensionen“, heißt es im Leitantrag. Sie sprechen sich gegen eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters aus – das faktische müsse an das gesetzliche Pensionsalter herangebracht werden. Zudem fordert der Seniorenrat die Anrechnung von Kindererziehungszeiten mit vier Jahren für jedes Kind und den Wegfall der Zuverdienstgrenzen bei den gesetzlichen Pensionen.

Lohn für längere Arbeit

Um die Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer zu erhöhen, müssten altersgerechte Arbeitsplätze und ein Bonus/Malus-System für Arbeitgeber geschaffen werden. Jene Menschen, die über den gesetzlichen Pensionsanspruch hinaus länger arbeiten, sollen mit einem zwölfprozentigen Pensionszuschlag für jedes länger gearbeitete Jahr belohnt werden.

Im Bereich der Pflege fordern die Senioren unter anderem eine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers, Pflegeteilzeit zu gewähren, und die regelmäßige Anpassung des Pflegegeldes.

Um das Angebot an leistbarem Wohnen zu erhöhen, fordert der Seniorenrat eine Offensive mit 5000 zusätzlichen Wohnungen pro Jahr.

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