Johannes Huber

Kommentar

Johannes Huber

Glück gehabt

Politik / 24.10.2013 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

ÖVP-Chef Michael Spindel­egger nützt den Auftakt zu einer neuen Legislaturperiode zu dem, was er vor einem Jahr nicht zusammengebracht hat: Er montiert Maria Fekter als Finanzministerin und Karlheinz Kopf als Klubobmann ab.

Von einem Neustart kann freilich keine Rede sein: Klubchef wird Reinhold Lopatka, der schon unter Wolfgang Schüssel (damals als Generalsekretär) das gewesen ist, was er jetzt für Spindelegger ist – machttechnisch gesehen die rechte Hand. Und Fekter könnte wiederum durch Spindelegger selbst als Finanzministerin abgelöst werden.

Karlheinz Kopf hat bei alledem Glück gehabt: Als 2. Nationalratspräsident erhält er einen ehrenvollen, aber auch stressfreien Job. Das wird ihn nach bald 20 Jahren im Hohen Haus über den Bedeutungsverlust im politischen Gefüge hinwegtrösten.

Andere werden da schon mehr leiden. Der Landeshauptmann zum Beispiel: Mit dem Altacher hatte Markus Wallner bisher einen Landsmann und Parteifreund im Zentrum der Bundespolitik, der ebendort in alle relevanten Fragen eingebunden war. Wenn Kopf in wenigen Tagen nicht mehr dort vertreten ist, schaut es schlecht aus: kein Vorarlberger weit und breit.

johannes.huber@vorarlbergernachrichten.at, 01/3 17 78 34-10

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