Lehrervertreter redet bei Bildungsreform mit

Politik / 28.10.2013 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Koalitionsverhandlungen: Walser sieht „Selbstlähmung“.

Wien. (VN-joh) Bei den Koalitionsverhandlungen geht es allmählich zur Sache. Gestern trat etwa die Arbeitsgruppe zum ersten Mal zusammen, die eine Bildungsreform fixieren soll. Vonseiten der ÖVP gab es dabei eine Überraschung: Angeführt wird sie in dieser Gruppe durch den Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der offen für eine Gemeinsame Schule ist. Ihm zur Seite steht der Lehrergewerkschafter Paul Kimberger – er war auch an den 34 ergebnislosen Verhandlungsrunden zu einem neuen Lehrerdienstrecht beteiligt, die es bis zur Wahl gegeben hatte.

Kimberger sei „hauptverantwortlich“ dafür, dass beim Lehrerdienstrecht nichts weitergegangen ist, schäumte Grünen-Bildungssprecher Harald Walser gestern: „Dessen Bestellung ins ÖVP-Verhandlungsteam zum Thema Bildung ist Ausdruck der Selbstlähmung von Rot und Schwarz.“

SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer, der in der Arbeitsgruppe die sozialdemokratische Seite unter dem Vorsitz von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek vertritt, versteht die Aufregung nicht: „Ich kann der ÖVP nicht vorschreiben, wen sie in ihr Verhandlungsteam nimmt. Aber ich finde es nicht schlecht, wenn jemand, der die Sache kritisch sieht, gleich mit einbezogen wird.“

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