Juncker: EU muss sich nicht erpressen lassen

Politik / 01.06.2014 • 22:45 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Brüssel. (VN) Der konservative Bewerber für das Amt des Kommissionspräsidenten, Jean-Claude Juncker, will seine Ernennung nicht am Widerstand einer politischen Minderheit scheitern sehen. „Die EU muss sich nicht erpressen lassen“, so Juncker. Er habe die Unterstützung einer breiten Mehrheit christdemokratischer und sozialistischer Regierungschefs und sei zuversichtlich Mitte Juli zum Kommissionspräsidenten gewählt zu werden. Seinen Gegnern bot er Gespräche an.

Der britische Premier Cameron soll dem Magazin „Der Spiegel“ zufolge mit einem EU-Austritt seines Landes gedroht haben, sollte Juncker neuer Kommissionspräsident werden. Cameron habe der deutschen Kanzlerin Merkel mitgeteilt, bei einer Juncker-Wahl den Verbleib Großbritanniens in der EU nicht länger garantieren zu können. Den langjährigen Premier Luxemburgs qualifizierte er mit den Worten ab: „Ein Gesicht der 80er-Jahre kann nicht die Probleme der nächsten fünf Jahre lösen.“

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