D-Day bricht Fronten auf

Politik / 06.06.2014 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zum D-Day-Gedenken in der Normandie erschienen gestern auch Soldaten, die 1944 dabei waren – wie Don McCarty (90) aus den USA. Foto: AP
Zum D-Day-Gedenken in der Normandie erschienen gestern auch Soldaten, die 1944 dabei waren – wie Don McCarty (90) aus den USA. Foto: AP

Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag: Obama und Poroschenko reden mit Putin.

Benouville. Erstmals seit dem international verurteilten Anschluss der Schwarzmeer-Halbinsel Krim an Russland ist der russische Präsident Wladimir Putin persönlich mit den führenden westlichen Staats- und Regierungschefs zusammengekommen. Am Rande der Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie führte er gestern sogar ein informelles Gespräch mit US-Präsident Barack Obama. Gemeinsam mit dem designierten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sprach er sich laut Kreml für ein rasches Ende der Kämpfe in der Ukraine aus.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Putin und Poroschenko hätten bei dem Treffen zum „frühestmöglichen Ende des Blutvergießens im Südosten der Ukraine und der Kampfhandlungen beider Parteien, der ukrainischen Streitkräfte und der Unterstützer einer Föderalisierung der Ukraine“ aufgerufen.

An dem Gespräch nahmen auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef François Hollande teil. Bereits zuvor hatte Merkel mit Putin allein gesprochen und ihn dabei laut Bundesregierung an die große Verantwortung erinnert, die Russland für die Stabilität in der Ost­ukraine spielt.

Poroschenko wird heute in Kiew ins Amt eingeführt. Dazu werden zahlreiche internationale Spitzenpolitiker erwartet, darunter US-Vizepräsident Joe Biden und der kanadische Premierminister Stephen Harper.

Kämpfe in der Ostukraine

Bei Kämpfen in der Ostukrai­ne gab es indes erneut Tote. Nach Regierungsangaben kamen 15 prorussische Rebellen ums Leben: Grenzsoldaten seien im Dorf Maryniwka auf bewaffnete Männer gestoßen, die von Russland aus in Lastwagen und einem Schützenpanzer versucht hätten, die Grenze zu überqueren.

Angela Merkel vermittelt: Poroschenko mit Putin (r.). Foto: EPA
Angela Merkel vermittelt: Poroschenko mit Putin (r.). Foto: EPA

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