Johannes Huber

Kommentar

Johannes Huber

Missbrauch

Politik / 16.06.2014 • 22:45 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Gute, unabhängige Politiker sollen ordentlich bezahlt werden. Zu glauben, Experten, die sich rund um die Uhr einspannen und dann auch noch öffentlich kritisieren lassen müssen, gebe es zum Nulltarif, wäre naiv.

All das missbrauchen SPÖ und ÖVP jedoch als Freibrief zur Selbstbedienung: Mit dem berechtigten Ziel, parlamentarische Mitarbeiter vernünftig(er) zu bezahlen, soll gleich auch eine generelle Spesenerhöhung für Abgeordnete verwirklicht werden. Beides wird u.a. damit begründet, dass es durch eine mögliche Häufung von U-Ausschüssen bald mehr Arbeit gebe. Zur Erinnerung: Vergangene Woche haben Rot und Schwarz zum
20. Mal einen Hypo-U-Ausschuss abgelehnt.

Österreich leistet sich weltweit mit die saftigsten Politikergagen und die höchsten Parteienförderungen, die noch dazu automatisch angepasst werden. Da ist es unverschämt, weitere Begehrlichkeiten einfach so befriedigen zu wollen.

johannes.huber@vorarlbergernachrichten.at, 01/3 17 78 34-10

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