Thronfolger Ferdinand

Politik / 27.06.2014 • 20:07 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Franz Ferdinand wäre ein starrsinniger Regent geworden. Foto: APA
Franz Ferdinand wäre ein starrsinniger Regent geworden. Foto: APA

Wien. Es spricht wenig dafür, dass Franz Ferdinand das Habsburger Reich hätte retten können. Starrsinnig und autoritär wäre er als Regent wohl geworden. Er ging politisch auf Distanz zu seinem Onkel Kaiser Franz Joseph und setzte auf eine Annäherung an Russland. Zudem warf er dem Kaiser vor, zu nachgiebig gegenüber den Ungarn zu sein.

Der Thronfolger wurde 1863 in Graz geboren, schlug mit 14 eine militärische Laufbahn ein, fiel jedoch nie durch allzu großes Pflichtbewusstsein auf. Die Liebschaft mit der tschechischen Adeligen Sophie Chotek ließ ihn zu seiner größten Tat schreiten: Durch jahrelanges Beharren trotzte er dem Kaiser die Zustimmung zur Heirat ab. Im April 1900 gab der Kaiser nach, zwang Franz Ferdinand aber zum Thronverzicht für seine Nachkommen.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.