ISIS-Kämpfer sollen Gegner kreuzigen

Politik / 29.06.2014 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berichte auch über schwere Gefechte im Irak.

Bagdad. Die Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) hat in der Nähe der syrischen Stadt Aleppo acht Männer hingerichtet und gekreuzigt. Das berichtete gestern die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Opfer seien in dem Ort Deir Hafir getötet worden, weil sie für andere Rebellengruppen gekämpft haben sollen. Die Leichen der Männer wurden auf einem zentralen Platz gekreuzigt und sollen dort drei Tage lagen bleiben.

ISIS-Mitglieder schlugen demnach in dem Ort Al-Bab nordöstlich von Aleppo auf einem öffentlichen Platz einen weiteren Mann lebendig ans Kreuz. Ihm war Falschaussage vorgeworfen worden. ISIS-Kämpfer kontrollieren mehrere Regionen in Syrien und sind auch im Irak auf dem Vormarsch.

Die irakische Armee startete am Wochenende eine Offensive. Dabei kam es vor allem in der 100.000-Einwohner-Stadt Tikrit 175 Kilometer nördlich von Bagdad zu schweren Kämpfen. Das Militär griff die Aufständischen mit Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und aus der Luft an. Widersprüchliche Nachrichten gab es über die militärische Lage. Die BBC meldete unter Berufung auf Augenzeugen, die Armee habe sich wegen scharfen Widerstands südlich von Tikrit zurückziehen müssen.

Das regierungstreue Nachrichtenportal Al-Sumeria berichtete dagegen, die Armee sei tiefer in die Stadt eingedrungen. Ein Militärsprecher sagte, Regierungssoldaten kontrollierten die Universität von Tikrit vollständig. Allerdings hatte es das bereits am Freitag geheißen.

Kampfflugzeuge aus Russland

In Bagdad traf gestern die erste Lieferung von fünf gebrauchten russischen Kampfflugzeugen ein. Die Jets des Typs Suchoi Su-25 seien bald einsatzbereit, teilte das Verteidigungsministerium in Bagdad mit. Die gepanzerten Erdkampfflugzeuge sollen die irakischen Truppen im Kampf gegen die ISIS-Milizen unterstützen.

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