Ende der Pause: Neue Kämpfe im Gaza-Krieg

Politik / 08.08.2014 • 20:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wieder Verletzte und Tote: Nach drei Tagen Waffenruhe wurden die Kämpfe gestern wieder fortgesetzt. Foto: EPA
Wieder Verletzte und Tote: Nach drei Tagen Waffenruhe wurden die Kämpfe gestern wieder fortgesetzt. Foto: EPA

Die Waffen sprechen wieder, die Politik schweigt.

Gaza. Die Hoffnungen auf eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Konflikt haben sich vorerst zerschlagen. Als Antwort auf palästinensischen Raketenbeschuss griff die israelische Armee am Freitag rund 15 Ziele im Gazastreifen aus der Luft an. Dabei wurde nach palästinensischen Angaben ein zehnjähriges Kind getötet, zudem gab es mindestens elf Verletzte. Zuvor hatten militante Palästinenser nach Auslaufen einer dreitägigen Feuerpause wieder Raketen Richtung Israel abgefeuert. Deshalb setzte Israel auch die Verhandlungen in Kairo über eine Beendigung des seit einem Monat tobenden Gaza-Kriegs aus.

Israel werde nur verhandeln, wenn die Waffen schweigen, sagte ein Regierungsbeamter. „Israel führt keine Verhandlungen unter Feuer.“

Nach Angaben der israelischen Armee wurden seit dem Morgen 35 Raketen auf Israel gefeuert. Drei der Geschosse seien von Raketenabwehrsystemen abgefangen worden. Bei Raketeneinschlägen auf israelischer Seite gab es mehrere Verletzte.

Viele Menschen im Gazastreifen versuchten, sich vor den neuen Angriffen in Sicherheit zu bringen. Augenzeugen sprachen von Hunderten Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, die aus dem Osten Gazas flüchteten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza kamen dort seit Beginn der israelischen Militäroffensive 1894 Menschen ums Leben, mehr als 9800 wurden verletzt.