Hindernis für Hilfskonvoi

Politik / 12.08.2014 • 22:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hindernis für Hilfskonvoi

Russischer Hilfskonvoi gestartet. Kämpfe um Lugansk und Donezk.

kiew, moskau. Russland hat gestern einen Konvoi mit rund 280 Lastwagen auf den Weg geschickt. Allerdings ohne Kontrolle des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, das den Einsatz der internationalen Hilfsmission koordinieren sollte. Die ukrainische Regierung kündigte an, die Lkw nicht ins Land zu lassen, weil sie die Mission als Vorwand Russlands sieht, Truppen einzuschleusen.

Russischen Medien zufolge habe der Konvoi 2000 Tonnen Hilfsgüter geladen und sei auf dem Weg in die Ostukraine, wo die humanitäre Lage sich durch die andauernden Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen drastisch verschlechtert hat. In der belagerten Rebellenhochburg Lugansk sind die Menschen seit zehn Tagen ohne Wasser und Strom. Und der Belagerungsring um Donezk wird immer enger.

Die ukrainische Armee eroberte unterdessen eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Gorlowka und Donezk. Beide Seiten berichteten auch von schweren Kämpfen um die Ortschaft Miussinsk nahe Luhansk. Die ukrainische Armee kontrolliere dort weiter die Hauptverbindungswege.

Gestern hat das ukrainische Parlament ein Sanktionspaket gegen Russland in erster Lesung verabschiedet. Die Oberste Rada nahm eine von Regierungschef Jazenjuk vorgelegte Liste von 65 Firmen und 172 Einzelpersonen aus Russland und anderen Staaten an. Falls auch die Energieunternehmen Gazprom und Transneft von Strafmaßnahmen betroffen sind, könnte dies einen Stopp russischer Öl- und Gaslieferungen nach Westeuropa zur Folge haben. Die EU habe die Ukraine vor einem solchen Schritt gewarnt. Die EU-Kommission stellt übrigens weitere 2,5 Millionen Euro zur humanitären Hilfe in der Ostukraine zur Verfügung.

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