Mehr Sachleistungen statt Barem

Politik / 12.08.2014 • 22:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sophie Karmasin will Familienleistungen optimaler einsetzen.

wien. 80 Prozent der rund neun Milliarden Euro Fördergelder für Familien gibt die österreichische Regierung als reine Geldleistungen aus. Dieser Einsatz der Familienförderung ist laut einer aktuellen WIFO-Studie für das Familienministerium nicht optimal. Erfolgreiche Familienpolitik müsse viel stärker auf Sachleistungen setzen. Unter anderem in den Ausbau der Kinderbetreuung, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.

Ressortchefin Sophie Karmasin (ÖVP) zufolge soll es künftig zusätzliche Mittel für Familien nur noch als Sachleistung geben. Das erklärte sie im Ö1-Morgenjournal am Dienstag und wies darauf hin, dass der Paradigmenwechsel mit den kürzlich beschlossenen zusätzlichen rund 300 Millionen Euro für den Ausbau der Betreuungseinrichtungen bereits eingeleitet sei.

Falscher Weg für Greti Schmid

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) begrüßt Karmasins Ankündigung, Geld- und Sachleistungen gleichermaßen aufzuteilen. Für Vorarlbergs Soziallandesrätin Greti Schmid (ÖVP) ist das Vorhaben der Parteikollegin in Wien aber der falsche Weg: “Moderne Familienpolitik heißt für mich, dass die Familien ideell, finanziell und strukturell unterstützt werden.” Das beinhalte die laufende Indexierung der Familienbeihilfe, ein einfaches, familiengerechtes Steuersystem und Investitionen in die Kinder- und Schülerbetreuung, betont Schmid.

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