Außenminister beraten Ukraine-Krise

Politik / 18.08.2014 • 22:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Krisengespräch ergebnislos. Ukraine will Waffen vom Westen.

kiew, moskau. Das gestern Nacht in Berlin geführte fünfstündige Krisengespräch der Außenminister Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs wurde ohne konkrete Ergebnisse beendet. Während der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin keine Annäherung zwischen Moskau und Kiew sieht, warf der russische Außenminister Sergej Lawrow der Ukraine vor, von ihren Bedingungen für eine Waffenruhe nicht abzurücken. Heute wird entschieden, ob die Gespräche fortgesetzt werden.

Die Kämpfe in der Ukraine werden indessen unvermindert fortgesetzt. Ukrainische Regierungstruppen sollen einen Teil der Separatistenhochburg Lugansk unter ihre Kontrolle gebracht haben. Kiew hat die Separatisten beschuldigt, im Gebiet Lugansk mit Raketen und Granaten einen Flüchtlingskonvoi attackiert zu haben. Dabei seien viele Menschen ums Leben gekommen. Separatistensprecher Konstantin Knyrik wies den Vorwurf zurück. Niemand habe eine Flüchtlingskolonne beschossen, sagte er der Agentur Interfax.

Die ukrainische Regierung fordert weiterhin militärische Unterstützung aus Europa und den USA. Laut Parlamentspräsident Alexander Turtschinow benötige die Armee dringend moderne Waffen. Russlands Außenminister Lawrow hat den Westen jedoch vor Waffenlieferungen gewarnt. Dies, sagt er, würde allen Abmachungen widersprechen.

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