Gaza: Hamas erschießt 20 “Verräter”

Politik / 22.08.2014 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hamas tötet Kollaborateure. Der Krieg ist wieder voll entbrannt.

gaza. Am Donnerstag hatte die israelische Armee drei ranghohe Hamas-Befehlshaber durch einen Luftangriff getötet. Damit demonstrierte sie nach den Worten von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ihr Wissen über die Aufenthaltsorte von Hamas-Führungskräften. Mit eigenen Exekutionen sandte die Hamas nun ein Signal der Abschreckung in die eigenen Reihen. Die Radikalislamisten  ließen gestern 20 Menschen wegen angeblicher Kollaboration mit Israel bei öffentlichen Hinrichtungen erschießen.

Die Schützen trugen Masken und waren in Schwarz gekleidet. Den angeblichen Verrätern wurden Säcke über den Kopf gestülpt und und die Hände gefesselt, bevor sie getötet wurden. An der Wand neben den Leichen hing ein Zettel, der als „Urteil“ des „Palästinensischen Widerstandes“ ausgewiesen wurde. Darin hieß es über die Hingerichteten: „Sie belieferten den Feind mit Informationen über die Aufenthaltsorte von Kämpfern, Widerstands­tunneln, Bomben, Häusern von Kämpfern und Orte von Raketen, und die Besatzer bombardierten diese Gegenden und töteten eine Reihe von Kämpfern.“

Nachdem am Dienstag eine zehntägige Waffenruhe gebrochen worden war, ist es erneut zu schwerem gegenseitigem Beschuss zwischen Isrealis und Palästinensern gekommen.

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