500 Kinder in Gaza getötet

Politik / 25.08.2014 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Über einen neuen Waffenstillstand soll verhandelt werden.

gaza. Am Montag waren laut Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri neue Bemühungen im Gang, einen dauerhaften Waffenstillstand im Gaza-streifen zu erreichen. Doch die Kämpfe haben nach dem Ende der letzten Waffenruhe wieder an Intensität zugenommen. Die Zahl der Toten steigt weiter.

In Israel findet das militärische Vorgehen der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bisher große Zustimmung. Aber allmählich regt sich Kritik, dass es seit dem 8. Juli nicht gelungen ist, den Beschuss der Hamas mit Raketen und Mörsern aus dem dicht bevölkerten Gazastreifen heraus zu unterbinden.

Nach dem Tod eines vierjährigen Jungen beim Einschlag einer Mörsergranate im Kibbuz Nahal Os am Freitag verlassen immer mehr Süd­israelis das Grenzgebiet. Der Mörserbeschuss ist für die Anwohner des unmittelbaren Grenzgebiets eine besondere Gefahr. Die Granaten werden aus kurzer Entfernung abgefeuert, es bleibt kaum Zeit, in Deckung zu gehen. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, am Montag seien 16 Luftangriffe geflogen worden, unter anderem auf zwei Moscheen, von denen eine als Waffenlager und die andere als Treffpunkt militanter Extremisten genutzt worden sei.

Im Palästinensergebiet sind nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF seit Beginn des Kriegs vor sieben Wochen 307 Buben und 184 Mädchen im Alter von zehn Tagen bis 17 Jahren bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen.

Bestürzung äußert die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) über Bundespräsident Heinz Fischer, weil er das Vorgehen Israels im Gaza-Konflikt kritisiert hat.

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