Schelling hat beste Karten

Politik / 27.08.2014 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Vorarlberger Schelling gilt als Favorit.  FOTO: APA
Der Vorarlberger Schelling gilt als Favorit. FOTO: APA

Vorarlberger Krankenkassen-Sanierer wird als künftiger Finanz­minister gehandelt.

Wien. (VN-ritz) Ein neuer ÖVP-Chef ist gewählt, nun sucht die Partei nach einem Finanzminister. Als der Mann mit den besten Karten gilt Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling, der sich als effizienter Sanierer der Krankenkassen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitete. „Ich lese aufmerksam die Zeitungen, deshalb weiß ich, dass ich als Kandidat gelten soll. Angerufen wurde ich noch nicht“, reagiert der gebürtige Vorarlberger auf die Gerüchte. Dass es noch keine Entscheidung gab, wundert ihn nicht. Dem neuen Parteiobmann müsse man die „Chance“ geben, „darüber nachzudenken, wie sein Team ausschauen soll“. Schelling, auch Vizepräsident der Wirtschaftskammer, wurde bereits bei der Regierungsbildung als Kandidat für den wichtigen Posten genannt. Für ihn spricht auch, dass er ÖVP-Verhandler in der Pensionen-Arbeitsgruppe war.

Ebenso wird der Name Gottfried Haber an der Gerüchtebörse hoch gehandelt. Der Professor für Wirtschafts- und Finanzpolitik ist seit 2012 an der Uni Krems tätig. Die Besetzung des Schlüsselressorts mit einem Experten statt mit einem Politiker ist in der ÖVP aber umstritten.

Regierungsumbildung

Einen neuen Job könnte es für Reinhold Lopatka geben. Entweder in die Regierung, wo der ÖVP-Klubobmann Finanzminister werden, oder in die Parteizentrale, wo er Generalsekretär Gernot Blümel ablösen könnte. Denn während der Steirer Lopatka glaubhaft ein Mann fürs Grobe ist, wirkt der Niederösterreicher Blümel in dieser Rolle überfordert.

Eine kleinere Regierungsumbildung hat Mitterlehner nicht ausgeschlossen, als Wackelkandidaten gelten Familienministerin Sophie Karmasin und Finanzstaatssekretär Jochen Danninger.

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