Putin: „Feuer einstellen”

Politik / 29.08.2014 • 22:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Putin: „Feuer einstellen"

UN wirft beiden Seiten Menschenrechtsverletzungen vor. Verletzte fliegen nach Österreich.

kiew, moskau. (VN-hrj) Die Zahl der Opfer im Ukraine-Konflikt ist laut UN dramatisch angestiegen. Seit Mitte April starben im Osten des Landes fast 2600 Menschen. Für die vielen zivilen Opfer macht der zuständige UN-Regionaldirektor, Gianni Magazzeni, hauptsächlich den zunehmenden Einsatz schwerer Waffen auf beiden Seiten verantwortlich.

Magazzeni wirft den Separatisten und der ukrainischen Armee schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Die Separatisten würden in den von ihnen kontrollierten Städten eine regelrechte Terrorherrschaft führen. Separatisten-Einheiten sollen Menschen gemordet, gefoltert, verschleppt und auf fliehende Zivilisten geschossen haben. Die ukrainische Armee wird unter anderem beschuldigt, bei Offensiven auf von Separatisten besetzte Städte auch zivile Ziele beschossen zu haben. Die UN ruft zu einem sofortigen Ende der Kämpfe auf, damit die in den Kampfzonen gefangenen Zivilisten fliehen können.

Das tat auch Russlands Präsident Wladimir Putin gestern nach der letzten Offensive der Separatisten in der Ostukraine: „Ich rufe die Behörden der Ukraine ein weiteres Mal auf, die Kampfhandlungen unverzüglich zu stoppen, das Feuer einzustellen, sich zusammen mit Vertretern von Donbass an den Verhandlungstisch zu setzen und alle vorhandenen Probleme ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu lösen“, forderte er. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat sich heute zu Gesprächen mit der EU nach Brüssel begeben, um dort die Lage zu besprechen.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat seinem ukrainischen Kollegen Pavlo Klimkim zugesagt, fünf schwerverletzte Zivilisten aus der Ostukraine in Österreich behandeln zu lassen.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.