Bischofssynode: Kein Konsens bei Homo-Ehe

Politik / 19.10.2014 • 22:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Schönborn überraschte mit Äußerungen zur Homo-Ehe. Reuters
Schönborn überraschte mit Äußerungen zur Homo-Ehe. Reuters

Abschlusstext dauert
noch. Schönborns ­Aussagen finden
Beachtung.

Wien, Rom. (VN) Nach zweiwöchigen Beratungen im Vatikan haben die Bischöfe kein Konzept zu umstrittenen Themen wie dem Umgang mit Homosexuellen und Geschiedenen gefunden. Das geht aus einem vorläufigen Abschlussdokument der Familiensynode hervor. Demnach fanden drei entsprechende Punkte nur eine einfache, nicht aber die eigentlich vorgesehene 2/3-Mehrheit, um die Haltung der ganzen Synode widerzuspiegeln. Vatikan-Sprecher Lombardi sagte, die Abschlusserklärung sei kein lehramtliches Dokument.

Kardinal Christoph Schönborn wird über die Ergebnisse der Familiensynode in Rom heute bei einer Pressekonferenz informieren. Von 3. bis 6. November befasst sich dann die Bischofskonferenz bei ihrer Vollversammlung in Wien mit den bei der Synode behandelten Themen Ehe und Familie.

Schönborn hatte sich bereits im Rahmen der Synode mehrfach öffentlich zu den brisanten Themen geäußert. Beachtung fand er vor allem durch Aussagen zur Homosexualität. So hatte er in der italienischen Zeitung „Corriere della Serra“ gemeint, Bischöfe und Priester könnten sich oft vor dem vorbildlichen menschlichen Verhalten Homosexueller verneigen, auch wenn sie diese Form der Sexualität nicht absegnen. Schönborn berichtete auch über seine Erfahrungen als Kind geschiedener Eltern.