Bomben auf Donezk

Politik / 09.11.2014 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Militärkonvois mit schweren Waffen gesichtet. OSZE-Beobachter „sehr besorgt“.

donezk. (VN) Schwere Gefechte wurden gestern aus der Rebellenhochburg Donezk gemeldet. Auch Brandbomben seien eingesetzt worden. Laut der Stadtverwaltung wurden vier Wohnhäuser zerstört. Es habe auch Tote und Verletzte gegeben. Die Anfang September vereinbarte Waffenruhe wird fast täglich verletzt. Dabei werfen sich ukrainische Armee und prorussische Separatisten jedes Mal gegenseitig vor, die Verursacher der neuen Angriffe zu sein.

Am Samstag meldeten Reporter und Beobachter der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), massive Bewegungen russischer Truppen im Krisengebiet beobachtet zu haben. Etwa 80 Militärlaster seien auf dem Weg in von Rebellen kontrollierte Gebiete gesichtet worden. In erster Linie handelte es sich um Transportlaster. Einige von ihnen hätten klein- und großkalibrige Artilleriesysteme geladen. Auch ein Panzer und mehrere Soldaten seien gesichtet worden. Der Vizekommandeur der Aufständischen in Donezk, Eduard Bassurin, erklärte, der von der OSZE beobachtete Konvoi sei eine notwendige Rotation seiner eigenen Truppen.

Aufgrund der Berichte über Artilleriefeuer und Konvois im Gebiet von Donezk warnen Beobachter der OSZE  „sehr besorgt“ vor einem erneuten Gewaltausbruch in der Ostukraine. Der OSZE-Vorsitzende, der Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter, fordert alle Beteiligten zu verantwortlichem Handeln und zur Einhaltung der Waffenruhe auf.