Handlungsbedarf in Sachen Kinderrechte

Politik / 10.11.2014 • 22:20 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Ministerin Sophie Karmasin warnte vor Cybermobbing.  Foto: APA
Ministerin Sophie Karmasin warnte vor Cybermobbing. Foto: APA

25 Jahre UN-Kinderrechte: Österreich kein Musterschüler mehr.

Wien. (VN) 25 Jahre UN-Kinderrechtekonvention: Bei der am Montag abgehaltenen parlamentarischen Enquete zum Thema konstatierte die Regierung, Österreich habe hier noch Handlungsbedarf. VP-Familienministerin Sophie Karmasin dazu: Hierzulande sei Gewalt in der Erziehung verboten, aber 30 Prozent der Erwachsenen hätten in ihrer Kindheit mehrmals körperliche oder psychische Gewalt erlebt – ein Wert, der „nicht zu tolerieren ist“. Heute kämen neue Gewaltformen, etwa Cybermobbing, hinzu.

Österreich hat die UN-Konvention 1992 ratifiziert, 2011 wurden aber nur sechs von 50 Artikeln in die Verfassung übernommen: Das sei „nicht wirklich nachvollziehbar“, kritisierte Johanna Tradinik, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung. „Österreich war einmal Musterschüler“, erklärte Renate Winter vom UN-Kinderrechtsausschuss, aber „es ist schon lange her und das ist schade“.