Kranker Seselj nach Serbien zurückgekehrt

Politik / 12.11.2014 • 22:36 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Vojislav Seselj stellte sich 2003 dem Kriegsverbrechertribunal. AP
Vojislav Seselj stellte sich 2003 dem Kriegsverbrechertribunal. AP

Nationalistenführer aus Haft entlassen. EUFOR bleibt in Bosnien.

Belgrad, Sarajevo. Der wegen Kriegsverbrechen angeklagte serbische Nationalistenführer Vojislav Seselj (60) ist am Mittwoch nach zwölf Jahren Haft nach Belgrad zurückgekehrt. Die Richter des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag hatten die einstweilige Freilassung Seseljs verfügt, weil er an Krebs erkrankt ist. Er stellte sich 2003 dem UN-Kriegsverbrechertribunal und wurde noch nicht verurteilt.

Der UNO-Sicherheitsrat hat die EU-Militärmission EUFOR in Bosnien-Herzegowina um ein Jahr verlängert. Die entsprechende Resolution wurde am Dienstag mit der Zustimmung von 14 Mitgliedern des Gremiums angenommen, einzig Russland enthielt sich bei dem Votum.