Vertrauen in die Justiz ist nur leicht gesunken

Politik / 17.11.2014 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Brandstetter ist zufrieden mit dem Image der Justiz.  FOTO: APA
Brandstetter ist zufrieden mit dem Image der Justiz. FOTO: APA

Justizminister sieht dringenden Handlungsbedarf bei Strafvollzug.

wien. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, langfristig gehören die Gerichte aber zu den Institutionen mit den besten Imagewerten. Das geht aus einer Umfrage hervor, die VP-Justizminister Wolfgang Brandstetter Montag mit Meinungsforscher Peter Ulram präsentierte. Nachbessern will der Minister dringend im Strafvollzug.

In der von Ecoquest und Spectra durchgeführten Studie (1000 Menschen wurden telefonisch befragt), sagten 69 Prozent, dass sie der Justiz „sehr“ oder „eher“ vertrauen. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 72 Prozent, 2011 bei 65. Stark zurückgegangen ist der Anteil jener, die der Justiz „gar nicht“ vertrauen, nämlich von sechs Prozent im Jahr 2011 auf aktuell zwei Prozent.

Brandstetter freute sich, den Rückgang gegenüber dem Vorjahr bezeichnete er als normale Schwankungsbreite. Laut Ulram beträgt diese zwei bis drei Prozent. Am zufriedensten waren die Befragten mit den Service- und Fürsorgeleistungen (71 Prozent positiv), am unzufriedensten mit dem Strafvollzug (49 Prozent positiv, 2013 waren es noch 67 Prozent). Eine Reform in diesem Bereich sei „eine wesentliche Aufgabe auch für die Zukunft“, betonte der Minister.

In einer Langzeitanalyse der Vertrauenswerte von Institutionen landen Gerichte (54 Prozent positiv) nach der Polizei auf Platz zwei.