„Stronachs Ehrenkodex ist wichtiger als Partei“

Politik / 24.11.2014 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hagen für Nachbaur: „Bin selbst nicht bei der Partei.“ FOTO: APA

Hagen für Nachbaur: „Bin selbst nicht bei der Partei.“ FOTO: APA

Wien. (VN-ebi) Im Team Stronach ist offenbar ein Machtkampf ausgebrochen. Ausgelöst wurde dieser von der Entscheidung der Klubobfrau Kathrin Nachbaur, aus der Partei auszutreten. Klubchefin möchte sie aber bleiben. Das will der Abgeordnete Robert Lugar nicht akzeptieren: Entweder Nachbaur trete der Partei wieder bei oder sie verabschiede sich auch als Klubobfrau, forderte er am Sonntag im ORF. Mit dieser Meinung stehe er nicht alleine da. Der Vorarlberger Nationalratsabgeordnete Christoph Hagen etwa sei gleicher Meinung, meint Lugar.

Hagen wiederum betonte gegenüber den VN: „Ich habe das nie so kommuniziert, ich habe nur gesagt, dass es nicht geschickt war, wie sie das gemacht hat. Ich stehe aber klar hinter Kathrin Nachbaur. Wie sie, bin auch ich kein Parteimitglied mehr. Meine Landesgruppe wurde im Oktober aufgelöst. Der Bundespartei gehöre ich nicht an. Trotzdem bleibe ich für das Team Stronach im Parlament. Wichtig ist alleine, dass man sich an das Parteiprogramm, den Ehrenkodex und das Programm Frank Stronach hält. Das sehen viele so.“ Eigentlich wollte sich Hagen bis zur heutigen Besprechung nicht äußern, erklärt er: „Man hat mir einen Maulkorb umgehängt. Da mein Name aber fälschlicherweise gefallen ist, muss auch ich mich zu Wort melden.“ Zu kolportierten Gerüchten, dass etwa der frühere BZÖ-Obmann Peter Westenthaler über das Team Stronach in die Politik zurückkehren könnte, erklärt der Abgeordnete: „Davon weiß ich nichts“, da er derzeit „zum Glück vor dem Arlberg“ sei. Westenthaler dementierte unterdessen ein mögliches Comeback. Die Partei trifft sich heute Mittag in Wien zu einer Krisensitzung.