Ex-Ministerpräsident sitzt jetzt in U-Haft

Politik / 25.11.2014 • 22:29 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Ermittlungen gegen Sókrates. Ihm drohen bis zu 21 Jahre Haft.

lissabon. Der frühere portugiesische Ministerpräsident José Sócrates kommt nach Vorwürfen der Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft. Ein Gericht entschied nach einer weiteren Anhörung am Montag, dass es genügend Polizeibeweise für vorläufige Beschuldigungen gebe, um Sócrates in Gewahrsam zu nehmen. Der Anwalt des Ex-Regierungschefs, João Araújo, wies die Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurück und kündigte an, gegen die Verwahrung Beschwerde einzulegen.

Nach portugiesischem Gesetz wird jetzt ein Staatsanwalt weiterermitteln, bevor offiziell Anschuldigungen gegen Sókrates erhoben werden. Dieser Prozess könnte mehr als ein halbes Jahr dauern. Ein Richter wird dann entscheiden, ob ein Gerichtsverfahren gegen den Politiker begonnen wird.