Viele Tote bei IS-Attentat auf Kurden in Syrien

Politik / 19.08.2015 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

damaskus, ankara. (VN) Bei einem Selbstmordanschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind in der nordostsyrischen Kurdenhochburg Kamischli mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter habe sich am Mittwoch mit einem Wagen vor einer Polizeistation der Stadt in die Luft gesprengt, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Mindestens 29 Menschen seien verletzt worden. Der IS bekannte sich im Internet zu dem Attentat. Lokale Medien verbreiteten über Facebook Bilder, die zerstörte Gebäude und Autos zeigten. Augenzeugen berichteten, die Explosion sei noch kilometerweit entfernt zu hören gewesen.

Die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt Kamischli liegt an der Grenze zur Türkei. Sie wird von den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) kontrolliert. In der Stadt sind auch Truppen des syrischen Regimes. Kämpfer der YPG hatten den IS-Extremisten in den vergangenen Monaten mehrere empfindliche Niederlagen zugefügt. Kamischli ist bereits mehrfach Ziel von Anschlägen geworden, die dem IS zugeschrieben werden.

Anschlag auch in der Türkei

Indes sind bei einem Bombenanschlag kurdischer Rebellen in der Türkei mindestens acht Soldaten getötet worden. Der Sprengsatz sei am Mittwoch an einer Straße in der von Kurden bewohnten Provinz Siirt im Südosten des Landes hochgegangen, als die Soldaten mit ihrem Fahrzeug vorbeifuhren, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.