Milliarden und Grenzschutz

24.09.2015 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Flüchtlingscamps in den Nachbarländern Syriens sollen mit zusätzlichem Geld unterstützt werden. Foto: AP
Die Flüchtlingscamps in den Nachbarländern Syriens sollen mit zusätzlichem Geld unterstützt werden. Foto: AP

EU-Gipfel einigte sich auf Kurs in der Flüchtlingskrise. Hotspots sind geplant.

Brüssel. In der Flüchtlingskrise haben sich die EU-Staaten nach langen Debatten in der Nacht auf Donnerstag auf einen gemeinsamen Ansatz geeinigt. So sollen syrische Flüchtlinge, die sich in den Nachbarländern des Bürgerkriegslandes aufhalten, besser versorgt werden. Die EU und die Mitgliedstaaten stellen dafür insgesamt eine Milliarde Euro zusätzlich bereit. Den Nachbarstaaten Syriens mit vielen Flüchtlingen will die EU finanziell unter die Arme greifen. Geplant ist, dass etwa die Flüchtlingshilfe für die Türkei in diesem und im kommenden Jahr auf insgesamt eine Milliarde Euro aufgestockt wird. Mehr Geld und mehr Personal bekommt die europäische Grenzschutz­agentur Frontex, um die EU-Außengrenzen besser zu schützen. Bis Ende November werden in Italien und Griechenland Flüchtlingszentren zur Registrierung der Migranten eröffnet. Auch Bulgarien erklärte sich bereit, sogenannte „Hotspots“ einzurichten. Von dort werden die Flüchtlinge auf die Länder verteilt oder auch zurückgeschickt, sollten sie kein Recht auf Asyl haben.

Der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Antonio Guterres, begrüßte den Beschluss des EU-Gipfels, eine Milliarde Euro zusätzlich zur Versorgung syrischer Flüchtlinge in Nachbarstaaten des Bürgerkriegslandes bereitzustellen. Bisher gebe es nicht genug Geld dafür. Die von den EU-Innenministern beschlossene Verteilung von 120.000 Asylsuchenden auf alle Mitgliedsstaaten kann die Flüchtlingskrise laut Guterres nicht dauerhaft lösen.