Russland verstärkt den Kampf gegen den IS

27.09.2015 • 20:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Frankreich greift mit Luftschlägen auf die Terrormiliz IS in den syrischen Bürgerkrieg ein. Foto: AP
Frankreich greift mit Luftschlägen auf die Terrormiliz IS in den syrischen Bürgerkrieg ein. Foto: AP

Putin gründet Koalition mit Syrien, dem Irak und Iran. Frankreich startet Luftschläge.

New York. Der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat wird auf immer breiterer Front geführt. Die Geheimdienste Iraks, Irans, Syriens und Russlands wollen künftig zusammenarbeiten, um die sunnitischen Extremisten in die Knie zu zwingen, wie die irakische Armee am Sonntag mitteilte. Frankreich flog seine ersten Luftangriffe gegen den IS in Syrien und zerstörte dabei nach Angaben von Präsident François Hollande ein Ausbildungslager im Osten des Landes.

Damit zeichnet sich auch immer deutlicher die Möglichkeit einer größeren internationalen Allianz gegen den IS ab. Russlands Präsident Wladimir Putin, dessen Land in den vergangenen Wochen in Syrien militärisch drastisch aufgerüstet hatte, will am Montag in New York mit US-Präsident Barack Obama über das Bürgerkriegsland sprechen. Auch mit dem Iran nahmen die USA am Wochenende Verhandlungen darüber auf, wie eine engere Zusammenarbeit bei den Konflikten in Syrien und im Jemen aussehen könnte.

Die Gespräche erschwert vor allem die Tatsache, dass sowohl der Iran als auch Russland den vom Westen geächteten syrischen Präsidenten Baschar al-Assad stützen. Die USA wollen eine Zusammenarbeit nur erwägen, wenn auch über eine Zukunft Syriens ohne Assad verhandelt wird. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatten vor wenigen Tagen gesagt, es müsse auch mit Assad gesprochen werden.

Luftangriffe auf den IS

Ebenso rückte Frankreich von einem strikten Nein ab. Auch änderte das Land unter anderem angesichts der Sorge vor Terrorangriffen von Rückkehrern aus Syrien und dem Irak seine Strategie. Statt nur im Irak greift es seit Sonntag den IS auch in Syrien an. Bisher hatte die Regierung das abgelehnt, um nicht Assad in die Hände zu spielen. Sechs Kampfjets hätten ein Ausbildungslager in Ostsyrien komplett zerstört, sagte Präsident François Hollande.