2355 Zivilisten im Jemen seit April getötet

29.09.2015 • 20:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

sanaa. (VN) Dem Krieg im Jemen fallen immer mehr Zivilisten zum Opfer. Seit April seien 2355 Frauen, Kinder und Männer getötet, 4862 verwundet worden, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Dienstag in Genf mit.

Allein zwischen dem 11. und 24. September starben 151 Zivilisten – unter ihnen 26 Kinder und zehn Frauen. Beide Seiten in dem Konflikt würden ihre Angriffe ohne jede Rücksicht in zivilen Wohngebieten führen. Erst am Dienstag soll die von Saudi-Arabien geführte Koalition im Westen des Jemens eine Hochzeitsfeier bombardiert haben. Dabei seien nahe der Küstenstadt Mokka 131 Menschen getötet worden, erklärte das von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gesundheitsministerium. Saudi-Arabien dementierte.

Huthis weiter in Sanaa

Der bitterarme Jemen versinkt seit Monaten in einem Bürgerkrieg zwischen den Huthis und Unterstützern von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Die schiitischen Rebellen haben große Teile des Landes überrannt, darunter die Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien und seine Verbündeten greifen seit März immer wieder Stellungen der Huthis an.