In der Diskussion um Syrien bleiben Fronten weiter hart

29.09.2015 • 20:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Obama und Putin weiterhin uneinig, Österreich will Assad in Lösung einbeziehen.

new york. (VN) Bei ihrem ersten Gespräch seit mehr als zwei Jahren haben US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin ihre Differenzen in Bezug auf Syrien nicht ausräumen können. Beide Seiten haben fundamentale Meinungsverschiedenheiten, was die künftige Rolle des syrischen Machthabers Baschar al-Assad angeht. Wie berichtet, hatten sich die Staatsmänner am Montag zu einem gut 90-minütigen Gespräch am Rande der laufenden UN-Vollversammlung in New York zusammengefunden.

Während Obama eine Einbeziehung von Assad in eine Lösung für das syrische Bürgerkriegsland ausschloss, kündigte Putin eine Ausweitung der militärischen Unterstützung für Assad an: „Wir denken nach, wie wir der syrischen Armee im Kampf gegen Terroristen zusätzlich helfen können.“ Von einem Engagement mit Bodentruppen könne zwar „keine Rede sein“, russische Luftangriffe schloss Putin aber nicht aus.

Assad in Lösung einbeziehen

Auch Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) forderten in Hinblick auf die Flüchtlingskrise in Europa eine stärkere Einbindung Assads in die Konfliktlösung. Alle „Player“ müssten an einen Tisch gebracht werden, betonten die beiden bei der UNO-Generalversammlung. Die Zahl jener Staaten, die darin übereinstimmten, nehme ständig zu. Zwar sei Assad längerfristig keine Option, doch müsse es ein fundamentales Ziel sein, die Syrien-Krise zu lösen.