Primärversorgung begrüßt

Politik / 05.10.2015 • 22:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Umfrage: Mehrheit für neues Konzept. Ärztekammer sieht Gefährdung für Hausärzte.

Wien. Die Österreicher sind mit ihrer ärztlichen Versorgung zufrieden und befürworten zudem die geplante neue Primärversorgung. Wie aus einer GfK-Befragung im Auftrag des Hauptverbandes hervorgeht, steigt der Wunsch nach den darin vorgesehenen längeren Öffnungszeitung und einer intensiveren Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheitsberufe. 93 Prozent Befragten begrüßen das Primärversorgungs-Konzept, in dem ein Team aus Ärzten, Pflegekräften und anderen Gesundheitsberufen intensiv zusammenarbeiten soll (41 Prozent sehr, 52 Prozent eher dafür). Hauptverbandschef Peter McDonald (42) zeigte sich überzeugt davon, dass auch eine Umfrage unter Ärzten eine ähnliche Zustimmung bringen würde, obwohl die Ärztekammer dagegen Sturm läuft. In einem offenen Brief forderten diese Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (52, SPÖ) auf, bei ihrem Konzept der Primärversorgungszentren „den Weg der Konfrontation zu verlassen“. Sie möge ein Zeichen gegen Privatisierung und Zentralisierung setzen. Auch solle sie sich gegen die Abschaffung der Hausärzte aussprechen.