Anschlag im Jemen auf Regierungsmitglieder

Politik / 06.10.2015 • 22:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Über dem Al-Kasr-Hotel in Aden, in dem jemenitische Regierungsmitglieder wohnen, stiegen nach dem Attentat Rauchsäulen auf.  Foto: REUTERS
Über dem Al-Kasr-Hotel in Aden, in dem jemenitische Regierungsmitglieder wohnen, stiegen nach dem Attentat Rauchsäulen auf. Foto: REUTERS

Huthi-Rebellen griffen in Aden Hotel des Premiers und Sitz der Militär-Koalition an.

aden. (VN) Bei mehreren Explosionen in der südjemenitischen Hafenstadt Aden ist am Dienstag auch ein Hotel getroffen worden, in dem Kabinettsmitglieder, Regierungsbeamte und Premierminister Chaled Bahah wohnten. Laut Sicherheitsbeamten der international anerkannten Regierung Jemens seien die Regierungsangehörigen bei dem Angriff nicht verletzt worden. Ein örtlicher Behördenvertreter sprach allerdings von 15 toten Soldaten und zahlreichen Verletzten.

Bei zwei weiteren Explosionen wurden der Sitz und das Stabsquartier der Truppen der Vereinigten Arabischen Emirate getroffen. Die Emirate sind Partner der von Saudi-Arabien geführten Koalition, die gegen die Rebellen im Jemen Angriffe fliegt.

Die schiitischen Huthi-Rebellen hatten vor einem Jahr die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen und seitdem versucht, ihre Macht auszubauen. Saudi-Arabien und Partnerstaaten begannen mit den Luftangriffen, nachdem der gewählte Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi im März vor den Huthis außer Landes geflüchtet war. Erste Gebiete eroberte die Allianz von den Huthis zurück. Die Regierung kehrte aus dem saudi-arabischen Exil zurück, ernannte Aden zur Interimshauptstadt. Zu den Anschlägen vom Dienstag haben sich aber nicht die Huthis, sondern die IS-Terrormilizen bekannt. 

Über dem Al-Kasr-Hotel in Aden, in dem jemenitische Regierungsmitglieder wohnen, stiegen nach dem Attentat Rauchsäulen auf.  Foto: REUTERS
Über dem Al-Kasr-Hotel in Aden, in dem jemenitische Regierungsmitglieder wohnen, stiegen nach dem Attentat Rauchsäulen auf. Foto: REUTERS