Weitere drei Millionen Flüchtlinge

06.10.2015 • 20:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

strassburg. (VN) Die Türkei hat die EU vor weiteren drei Millionen Flüchtlingen aus Syrien gewarnt. Das sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Dienstag vor dem EU-Parlament in Straßburg unter Berufung auf türkische Schätzungen. Derzeit befinden sich rund zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei. Zehntausende andere strömten aus der Türkei über Griechenland in die EU.

Millionen potenzieller Flüchtlinge träumten laut Tusk von Europa. Allerdings beabsichtige die Welt „um uns herum“ nicht, Europa zu helfen. Tusk kritisierte aber auch die EU-Mitgliedsländer Ungarn, Italien, Griechenland und die Slowakei dafür, die EU-Asyl- und Grenzregeln nicht völlig zu beachten. Wenn Länder erklärten, Gesetze wissentlich zu missachten, würden sie den solidarischen Gedanken der Gemeinschaft untergraben.

Terror, vom Staat gefördert

Am Montag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit hochrangigen EU-Vertretern in Brüssel über Lösungen der Flüchtlingskrise gesprochen. Er warb für eine Schutzzone und ein Flugverbot an der syrischen Grenze. Wurzel der Krise sei der Krieg in Syrien und der vom Staat geförderte Terror der Regierung von Baschar al-Assad, sagte Erdogan.