„Gegen Präferenzen bei Flüchtlingsverteilung“

11.10.2015 • 21:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Griechenland gegen Sonderwünsche. Erster Hotspot in einer Woche.

Athen, Wien. In gut einer Woche möchte Griechenland auf der Ägäis-Insel Lesbos einen sogenannten Hotspot zur Aufnahme und Registrierung von Flüchtlingen einrichten. Athen werde seine Zusagen gegenüber der Europäischen Union einhalten, sagte Einwanderungsminister Giannis Mouzalas am Samstag. Die EU allerdings müsse verhindern, dass  Mitgliedsländer bei der Verteilung von Flüchtlingen Sonderwünsche äußerten. „Ansichten nach dem Motto ‚wir wollen zehn Christen‘ oder ‚75 Muslime‘ (…)  sind eine Beleidigung für die Persönlichkeit und Freiheit der Flüchtlinge“, betonte der griechische Minister.“ Mouzalas nannte kein Land beim Namen. In der Vergangenheit hatten allerdings unter anderem die Slowakei und Zypern eine Präferenz für christliche Flüchtlinge erkennen lassen.

5700 in Notquartieren

In Ungarn ist auch am Samstag der Flüchlingsstrom weiter angestiegen. Laut Polizeibericht sind 7907 Migranten eingetroffen. Insgesamt wurden seit Jänner 349.840 Flüchtlinge in Ungarn gezählt, die meisten Ankommenden werden weiter an die österreichische Grenze transportiert. In Österreich haben 5700 Flüchtlinge die Nacht auf Sonntag in Notquartieren verbracht. Etwa 2600 weitere Menschen seien an Sammelstellen betreut worden, großteils in Nickelsdorf und Salzburg, sagte Gerry Foitik vom Roten Kreuz.