Europarat tadelt Österreich

12.10.2015 • 20:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mehr Anstrengungen im Kampf gegen Menschenhandel gefordert.

strassburg. Der Europarat hat mehr Anstrengungen Österreichs im Kampf gegen Kinderhandel und einen besseren Schutz für Opfer von Menschenhändlern verlangt. Junge Menschen würden von kriminellen Banden oft zu Straftaten gezwungen, und sollten dafür nicht bestraft werden, heißt es in dem Bericht der Expertengruppe gegen Menschenhandel (Greta), der am Montag in Straßburg veröffentlicht wurde.

Für den Kampf gegen Kinderhandel sollte die Regierung in Wien mehr Geld und geschultes Personal zur Verfügung stellen, Richter sollten für solche Fälle geschult werden. Greta übte auch Kritik an der lückenhaften amtlichen Statistik zum Thema. Von der Polizei wurden 2014 fünf Opfer von Kinderhandel registriert. Die wichtigste Hilfsorganisation für Migranten (LEFÖ) konnte nach eigenen Zahlen 2013 genau 247 Opfern von Menschenhandel helfen. Betroffen sind zumeist Frauen aus Osteuropa, Afrika und Asien, die zur Prostitution gezwungen werden.