In Israel reißt die Welle der Gewalt nicht ab

13.10.2015 • 20:55 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

jerusalem. (VN) In Jerusalem hat es am Dienstag wieder mehrere Tote und Verletzte gegeben. Angesichts der stärksten Unruhen seit Jahren berief Israels Premier Benjamin Netanyahu sein Sicherheitskabinett ein. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass die Palästinenserviertel im von Israel besetzten Ostjerusalem abgeriegelt werden.

Die Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis hatte zugenommen, als am 1. Oktober im israelisch besetzten Westjordanland ein jüdisches Siedlerpaar getötet wurde. Israel beschuldigt die radikal­islamische Palästinenser­organisation Hamas der Tat.

Mehr als 20 Attacken

Seitdem wurden in Israel, Jerusalem und dem Westjordanland mehr als 20 Anschläge und Messerattacken verübt. Dabei wurden sieben Israelis und mindestens 25 Palästinenser getötet, auf beiden Seiten viele weitere Menschen verletzt. Ein Streit um die Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Plateau des Tempelbergs in der Jerusalemer Altstadt hat die jüngste Gewaltwelle befeuert.