TTIP-Kritik führt zu einer neuen EU-Strategie

14.10.2015 • 20:50 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Brüssel. (VN) Angesichts massiver Proteste gegen das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP will die EU-Kommission künftig andere Verhandlungsstrategien anwenden: „Die Handelspolitik muss effizienter und transparenter werden und mehr in Einklang mit unseren Werten stehen“, sagte die zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in Brüssel bei der Vorstellung eines neuen Konzepts.

Massive Bedenken

Die Menschen in der EU wüssten, dass Handel Arbeitsplätze und Wachstum schaffen könne. Gleichzeitig wollten sie aber in Bereichen wie Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung keine Zugeständnisse machen.

Konkret sieht die neue EU-Handelsstrategie vor, künftig alle wichtigen Verhandlungstexte öffentlich zu machen. Als Prioritäten für die EU-Handelspolitik werden unter anderem ein Abschluss der TTIP-Verhandlungen mit den USA sowie eine Modernisierung der Zollunion mit der Türkei genannt.