Aus für Hubschrauber

15.10.2015 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Antrag gegen Schließung des Standorts Vomp von SPÖ und ÖVP abgelehnt.

Wien. (VN-ebi) Die westlichen Bundesländer bräuchten den Hubschrauberstützpunkt in Vomp „und ich kann mir nicht vorstellen, wie eine Alternative im Katastrophenfall funktionieren soll“, forderte der Vorarlberger Nationalratsabgeordnete Reinhard Bösch (58, FPÖ) die Mandatare auf, gegen die Absicht der Bundesregierung zu stimmen, die „Sicherheitsstrukturen in Österreich zu zerütten“.

Der Initiativantrag dazu, den sein Kollege Gerald Hauser (54, FPÖ) stellte, wurde allerdings abgelehnt. „Wenn jemand denkt, dass ein einziger Polizeihubschrauber dieses Desaster für den Westen lösen kann“, dann könne man das Modell ja auch für den Osten Österreichs übertragen, holte Hauser zu einem Seitenhieb aus. Tirol nimmt den Katastrophenschutz jetzt selbst in die Hand. Nachdem Pläne für das Aus des Hubschrauberstützpunktes in Vomp bekannt wurden, hat Landeschef Günther Platter (61) angekündigt, einen eigenen Hubschrauber anschaffen zu wollen. Betrieben wird er vom Innenministerium. Einsatzgebiet ist der Westen des Landes. „Vorarlberg kann den Hubschrauber anfordern“, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner (48, ÖVP). Damit habe man eine brauchbare Ersatzlösung gefunden. Den Rückzug des Bundesheers aus Vomp bezeichnete Wallner aber gleichzeitig als Fehlentscheidung.

Der Standort in Vomp ist im Katastrophenfall wichtig.

Reinhard Bösch