US-Soldaten bleiben länger in Afghanistan

15.10.2015 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

washington. (VN) Die USA vertagen ihren Abzug aus Afghanistan und lassen auch nach 2016 Tausende Soldaten am Hindukusch. Präsident Barack Obama verkündete den Kurswechsel am Donnerstag und begründete ihn mit der schlechten Sicherheitslage. Nächstes Jahr sollen dort wie bisher 9800 US-Soldaten dienen, ab 2017 dann noch rund 5500. Damit rückt Obama von dem Versprechen ab, den Krieg noch vor Ablauf seiner Amtszeit im Jänner 2017 zu beenden.

USA sind kriegsmüde

Dann sollten eigentlich nur noch etwa 1000 Mann an der US-Botschaft in Kabul stationiert bleiben. Obama nannte seinen neuen Plan eine moderate, aber bedeutsame Verlängerung des Militäreinsatzes in Afghanistan. Der Präsident räumte ein, dass die USA kriegsmüde seien. Doch sei er fest überzeugt, dass man diese zusätzliche Mühe aufwenden sollten. Obama folgt damit den Empfehlungen seiner Militärführung. Nur so sei es möglich, die wieder erstarkenden Taliban zurückzuschlagen.