Flüchtlingszentrum in Spielfeld ist randvoll

22.10.2015 • 20:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Kapazitäten im Erstversorgungszentrum Spielfeld sind erschöpft. Täglich kommen mehr Flüchtlinge aus Slowenien nach Österreich.  Foto: APA
Die Kapazitäten im Erstversorgungszentrum Spielfeld sind erschöpft. Täglich kommen mehr Flüchtlinge aus Slowenien nach Österreich. Foto: APA

spielfeld. (VN) Am südsteirischen Grenzübergang Spielfeld ist das Erstversorgungszentrum voll. Laut Polizeisprecher Fritz Grundnig befinden sich dort mehr als 2000 Flüchtlinge. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (51, ÖVP) hat bei einem Besuch die bessere Absicherung der EU-Außengrenzen gefordert. „Wir müssen an einer Festung Europa bauen“, sagte die Ministerin beim Lokalaugenschein mit Verteidigungsminister Gerald Klug (46, SPÖ). Dazu brauche es Hotspots zur Registrierung an den Außengrenzen und die Verteilung der Flüchtlinge. Ohne besseren Schutz der EU-Außengrenzen sei die Situation mittelfristig nicht in den Griff zu bekommen. Die Polizei öffnete Donnerstagfrüh die Absperrungen, Hunderte Flüchtlinge verließen unkontrolliert das Lager. Der Druck sei zu groß geworden. Man habe keine Verletzungen riskieren wollen. Über Dolmetscher wurden die Menschen angehalten zu warten, viele marschierten aber gen Norden los, wie schon am Mittwoch.

Der Weitertransport der anderen Flüchtlinge wurde im Lauf des Tages organisiert, gleichzeitig wurden zwei weitere Zelte für zusätzlich 1000 Personen aufgestellt. Der Grund: Der Zustrom aus Slowenien bleibt ungebrochen, mehrere Tausend warten auf die Einreise nach Spiefeld.