In Spielfeld gerät die Polizei an ihre Grenzen

Politik / 23.10.2015 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Flüchtlinge auf den Schienen bei Spielfeld.  Foto: AP
Flüchtlinge auf den Schienen bei Spielfeld. Foto: AP

Spielfeld. Wie schon in den vergangenen Tagen haben auch am Freitag wieder rund 1500 auf Busse wartende Flüchtlinge Absperrungen in der Sammelstelle Spielfeld durchbrochen. Sie wollen schneller nach Deutschland und nahmen sich teilweise Taxis, die in Schlangen warteten. Hunderte gingen zu Fuß weiter, weil sie nicht glauben wollten, dass ihr Ziel noch Hunderte Kilometer entfernt ist. Manche kehrten um.

„Kommen nicht nach“

Seit Freitagfrüh sollen mittlerweile 6000 bis 7000 Flüchtlinge von Slowenien nach Österreich gekommen sein. Tausende von ihnen konnten nicht registriert werden, weil der Andrang zu groß war: „Es herrscht zwar Registrierungspflicht, aber unter den momentanen Voraussetzungen kommen wir nicht nach“, gestand Polizeisprecher Leo Josefus. In der offiziellen Polizeiaussendung hieß es: „Aufgabe der Polizei ist es, die Grenzen zu kontrollieren. Der Durchbruch Tausender Menschen kann nur unter massiver Anwendung von Zwang verhindert werden. Die Anwendung von Gewalt würde jedoch dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit widersprechen, da sich unter den Flüchtlingen Frauen und Kinder befinden und Verletzungen wahrscheinlich werden.“